Kulturwandel in der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau - Gespräch mit CEO Daniel Zeiler

Shownotes

Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende haben gemeinsam an einem neuen Leitbild gearbeitet und dieser Prozess hat die Kommunikationskultur im Haus spürbar verändert: Führungsklausuren wurden intensiver, Feedback direkter, der Austausch offener.

Darüber spreche ich mit Daniel Zeiler, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau und stellv. Landesobmann der baden-württembergischen Sparkassen.

Zwei Leitsätze stehen im Kern des Leitbilds. „Die Zukunft ist rot" signalisiert Selbstvertrauen aus einer Position der Stärke – die Sparkasse ist erfolgreich und will die Zukunft aktiv gestalten.

„Wir können es - einfach" ist bewusst zweideutig formuliert: Der Bindestrich macht den Satz zum Programm – Selbstverständnis und Handlungsauftrag zugleich.

Themen dieser Folge:

  • Partizipativer Leitbildprozess: Wie alle Ebenen eingebunden wurden
  • Die Leitsätze „Die Zukunft ist rot" und „Wir können es einfach" – Entstehung und Bedeutung
  • Umsetzung und Verstetigung: Vom Papier in den Alltag
  • Führungsklausuren, Bereichssteckbriefe, Feedbackkultur
  • Empfehlungen für Häuser, die einen eigenen Kulturprozess starten wollen

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Liebe Grüße, Jürgen

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Transkript anzeigen

00:00:04: Ich

00:00:29: freue mich sehr, dass du diesen Podcast hörst und mit mir gemeinsam nun in die Woche startest.

00:00:34: Und diesmal auch nicht alleine sondern Gemeinsam mit.

00:00:38: Daniel Zeiler ist Forschungsvorsitzender der Sparkasse Freiburg nördlicher Breisgau.

00:00:43: Das ist seit mittlerweile November zwothausendzwonezwanzig und er hat in seinem Haus einen spannenden Leitbildprozess angestoßen wo es darum ging, wo wollen wir eigentlich gemeinsam hin?

00:00:54: Und wie möchten wir gemeinsam die Zukunft unserer Sparkasse gestalten?

00:00:59: ein sehr partizipatives Verfahren.

00:01:01: gewählt wird uns mitnehmen seine Erlebnisse, die er im Rahmen dieses Prozesses gehabt hat.

00:01:06: Wie blickt ihr darauf zurück?

00:01:08: Und was würde vielleicht auch Menschen raten, die sich gerade damit beschäftigen so ein Prozess in ihrem Institut mit anzustoßen von dem wir freudig auf eine spannende Folge mit Daniel Zeiler.

00:01:27: Guten Morgen Herr Zeiler!

00:01:27: Herzlich willkommen beim Podcast.

00:01:29: Hallo Herr Weimann, grüß Sie!

00:01:31: Ich freue mich dass sie meine Einladung gefolgt sind und das wir heute gemeinsam Darüber sprechen können.

00:01:35: wir hatten quasi schon.

00:01:36: Wir hätten schon podcast aufnehmen können, weil wir schon mit dem vorgespräch so viele spannende Sachen miteinander gesprochen haben und umso mehr bin ich vorfreudig auf das was jetzt gemeinsam kommt.

00:01:45: Ich habe es in der Anmoderation den Zuhörern gesagt.

00:01:49: Wir möchten mal gemeinsam auf den spannenden Prozess der Kultur Veränderung die sie als Vorstandsvorsitzender für ihre Sparkasse prägen blicken und deshalb schonmal vorab danke für diese Einblicke

00:02:00: sehr gern.

00:02:02: Ich möchte gerne am liebsten direkt mit Ihnen einsteigen, nämlich die Frage gucken zu sagen.

00:02:08: Wenn Sie an diesen und Kultur bewissen, Kultur ist etwas was tagtäglich passiert, das tagtätig entsteht und was jetzt nicht direkt managebar ist sondern immer nur unmittelbar so mittelbar beeinflussbar ist für die Menschen wenn sie in den Kulturprozess denken Was sind so Dinge wo sie sagen?

00:02:26: Was hat mich am meisten überrascht egal ob es positiv oder negativ ist?

00:02:29: was war für sie Im Rahmen dieses Prozesses, der ja jetzt auch schon mittlerweile einige Jahre dauerte.

00:02:35: Was Sie überrascht hat?

00:02:40: Als ich hier ins Haus gekommen bin, jetzt vor circa dreieinhalb Jahren, hat es mich einfach gewundert dass es keine Unternehmensleitbildstrategie im eigentlichen Sinne nicht im regulatorischen Sinne gab weil ich das eigentlich als Rahmen, als Klammer so viel erforderlich halte.

00:03:01: Wenn ich dann mit Kolleginnen und Kollegen gesprochen habe, warum man das nicht hat, dann habe ich immer so oft gehört, da gab es mal ein goldenes Buch aus den Neunzigern.

00:03:11: Das liegt jetzt halt in den Schränken und das brauchen wir nicht.

00:03:13: Und als wir dann gestartet haben, und das fand ich sehr schön, habe ich dann doch gemerkt wie viele Kolleginnen und Kollegen dann gesagt haben ne genau das ist es was wir brauchen.

00:03:25: Ich hab auch ganz oft die Frage gestellt bekommen.

00:03:27: wo wollen sie denn hin mit dem Haus?

00:03:30: Dann habe ich immer gesagt naja es ist eher nicht die frage wo ich allein hin will sondern wo wir zusammen hinwollen und dieses Zusammen ging da nur über ein Strategieprozess viele Menschen gehabt, die sich daran beteiligt haben.

00:03:43: Wir haben ein hohes Commitment gehabt in der Ausarbeitung auch gar nicht so viele Diskussionen über die Inhalte und das fand ich eigentlich sehr schön, dass dann so zu haben und es als Bild zu haben.

00:03:59: Als es fertig war, das Bild im wahrsten Sinne des Wortes hier am Haus zu sehen dass es jetzt an viele Wände hängt.

00:04:08: Auch unser Bechle-Boot, was ja auch ein Freiburger Symbol ist auf viel Schreibtisch steht genau da hinten

00:04:16: und

00:04:17: das ist eigentlich sehr schön.

00:04:20: Anspruchsvoll ist jetzt so nach der Umsetzung sind diesen Umsetzungsprozess am Leben zu halten und das sind für mich zwei Themen recht anspruchsfull.

00:04:33: Das eine ist doch da und dort so eine Stimmung da ist.

00:04:36: Jetzt sind wir mal gespannt, jetzt haben wir ein tolles Slide-Bild, das ist im Jahr zweizigdreißig, jetzt sind wir einmal gespannt wie der Vorstand es umsetzen will.

00:04:44: Also diese Gemeinsamkeit in der Erstellung jetzt aber eigentlich zu transferieren, zu sagen jede und jeder in unserer Sparkasse ist auch für die Umsetzung verantwortlich.

00:04:55: Das ist das eine Herausforderung.

00:04:59: Die zweite Herausforderung ist so, die Frage ja was ist wenn wir fertig sind?

00:05:04: und da gebe ich immer so die Antwort drauf.

00:05:07: Wahrscheinlich sind wir nie fertig.

00:05:08: auch wenn man das als Leitbild-二zigdreißig formuliert haben dann sage ich immer wenn man mit allen Themen fertig sind, zweizigdreizig, dann müssen wir uns ein neues Leitbil geben.

00:05:17: aber soweit wird es gar nicht kommen weil ich glaube wir müssen Das Leitbilt immer wieder neu anpassen Und da finde ich eigentlich gut dass wir nicht im negativen Sinne sehr oberflächlich formuliert haben.

00:05:31: Deswegen glaube ich, dass das Leitbild an sich auch noch in Weiderträgt als zwanzig dreißig wir aber unter diese Ausformulierung immer die aktuellen Themen sehr gut darunter packen können was man jeweils angehen.

00:05:44: und da bin ich sehr positiv überrascht weil es hat mir ja nicht so auf dem Schirm in der Gestaltung oder ich zumindest nicht und das finde ich eigentlich sehr schön, dass sich das jetzt so ergibt

00:05:57: Ja schön zu hören und natürlich aus die anspruchsvollen Dinge, die sie genannt haben.

00:06:01: Die sicherlich in so einem Prozess, das beobachte ich immer wieder, da lebe ich tagtäglich auch aufkommen.

00:06:08: also hinsichtlich welcher Rolle habe ich eigentlich persönlich?

00:06:11: In der Umsetzung des ganzen dann in die Praxis nicht nur auf den Vorstand oder die Führungskraft oder wie noch immer hinschauen sondern eben auch diese Eigenverantwortung nehmen sich damit mit zu integrieren.

00:06:22: und was Sie gesagt haben prägt uns auch noch weiter nach zwanzig, dreißig.

00:06:28: Für die Zuhörerinnen und Zuhörer ich habe gerade vorhin weil wir uns sehen können.

00:06:31: Wir nehmen das hier diesen Podcast gerade wie ein Webex auf auf des Bechleboot gezeigt was hinter mir in meiner Bücherwand steht was mich auch an diesem Prozess erinnert was ich nun zugedessen mich freue dass ich eines geschenkt bekommen hab und da steht drauf Die Zukunft ist rot!

00:06:47: Das ist so das Zentrum in ihrem Leitbild.

00:06:50: auch Wir sind die Hausbank für die Region.

00:06:54: Das ist das, was Sie im Zentrum mit antreibt?

00:06:58: Was würden Sie sagen, Herr Zeiler für die Zuhörer und Zürcher?

00:07:00: Was meinen Sie damit?

00:07:03: Es war uns wichtig im Vorstand, dass wir dieses Leitbild nicht machen mit der Überschrift.

00:07:10: Wir brauchen es weil alles schlecht ist bei unserem Haus oder weil wir keine Erfolge haben.

00:07:17: Und wir wollten damit zum Ausdruck bringen, dieses Leitbild wirklich aus einer Position der Stärke heraus machen können und auch so ein bisschen mehr Selbstbewusstsein ins Haus zu tragen.

00:07:33: Und deshalb dieser doch sehr markante Slogan, die Zukunft ist rot.

00:07:37: um es einfach zu sagen ja wir haben eine gute Basis Wir sind ne erfolgreiche Sparkasse und müssen uns da aber auch in Zukunft weiterentwickeln und wir sehen eben auch das Potenzial dass auch in Welt noch rot ist, also dass wir auch in Zukunft erfolgreich sein können wenn wir die richtigen Themen angehen.

00:07:55: Und das wollten wir mit diesen zwei Sachen zum einen selbstvertrauen stärken herausstellen, dass wir ein gutes erfolgreiche Sparkasse sind Aber dass wir auch genügend Potenzial sehen, nach vorne gerichtet die Themen einfach anzugehen.

00:08:10: Die richtigen Themen anzugehnen und das unterstützt oder auf Basis mit dem Leitbild zu machen.

00:08:15: Und deswegen trägt eigentlich dieser Spruch, die Zukunft ist rot schon auch sehr, sehr markant.

00:08:22: Ich finde für mich es in jedem Leitblutprozess jeder ist anders und gleichzeitig gibt es für mich ganz persönlich immer einen Moment Sehr besonders herausragend.

00:08:30: Für mich ist es genau der, wo diese Formulierung das erste Mal in den Raum gefallen ist und ich förmlich gemerkt habe damals, weil ich nie vergessen diesen Moment, ich weiß noch genau wo er war und wo wir da saßen Dieser Satz kam um die Ecke und gefühlt wurden wir alle mindestens mal fünf Zentimeter größer in dem Raum, weil der einfach so kraftvoll war in dem Moment.

00:08:51: Und gesagt hat ja genau den Zukunft ist rot!

00:08:54: Das war ein sehr schöner Moment finde ich und da werde ich nie vergessen, weil er so markant war für das auch diese Ambitionen und den Anspruch aber eben dieser Stolz der Dessert auslöst zu sagen Ja, dass können wir uns trauen zu sagen Weil genauso empfinden wir das und genau das möchten wir als Ambitionen mit erreichen, das fand ich war ein sehr besonderer Moment der auch diese Kraft hat wirklich spürbar gemacht und zeigen hat lassen.

00:09:22: Wenn wir uns zu anschauen Sie haben vorgesagt der Prozessor solche die haben sie sehr partizipativ gestaltet.

00:09:28: Sie haben sowohl natürlich innerhalb des Vorstandsteams intensiv darüber diskutiert wie Führungsteam also auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran beteiligt.

00:09:37: Was würden Sie sagen, wie haben das die Beteiligten empfunden?

00:09:41: Was ist davon auch vielleicht heute noch geblieben.

00:09:44: Was war für sie vielleicht auch der Grund zu sagen wir möchten auf jeden Fall das auch padezipativ gestalten?

00:09:52: Also eigentlich auf alle drei Ebenen hat sich da was verändert.

00:09:56: zum einen im Vorstand mit der Vorgehensweise von Ihnen dass Jeder Vorstand mal sein eigenes Leitbild oder seine eigene Gedanken formuliert und wir die wirklich in einem Tag dann zusammengebracht haben.

00:10:12: Das fand ich schon ein ganz spannender Prozess, das hat auch den Austausch und die Diskussion auf Vorstandsebene schon auch entsprechend beeinflusst in der Zukunft oder für die Zukunft.

00:10:24: Ganz entscheidend auf der Bereisleiter-Ebene weil gerade auf der Bereichsleiter Ebene oder auf der Führungsebene fand in Vergangenheit nicht so viel austauscht.

00:10:33: Da ist, glaube ich auch in der Corona-Phase so einfach ein paar Themen in Vergessenheit geraten und eben dass wir uns auf Bereichsleiter Ebene da sehr intensiv ausgetauscht haben prägt sich jetzt bis heute fort weil war auch auf Basis des Leitbildes jetzt eben Führungskreise, Führungskonferenzen usw.

00:10:57: etabliert haben wo gewollt ist, dass man in den Austausch geht.

00:11:01: Auch die notwendige Abstimmungsbedarfe einfach lebt.

00:11:06: und das war so ein bisschen der Kick-off.

00:11:08: dafür muss man sagen auf Mitarbeiter Ebene.

00:11:11: auch da hat man so ein bißchen Sorge weil jetzt fragst du alle Mitarbeiter bekommt man nie ein Leitbild.

00:11:17: wie kriegt man es hin?

00:11:18: aber durch die Vertreter aus wirklich jedem Bereich Ist das ganz gut, auch diese Umsetzungsgruppe gibt es heute noch.

00:11:25: Das ist ein bisschen unser Spiegelbild oder so ein bisschen das Soundingboard ins Haus rein.

00:11:32: Wo stehen wir denn gerade?

00:11:33: Wie ist denn die Stimmung da?

00:11:35: Aber es war für uns der Startpunkt zu sagen Wir wollen weiter eine Feedback-Kultur etablieren und sind jetzt gerade auch dabei in einer Projektgruppe, die aus dem Leitbild heraus entstanden ist des Thema Mitarbeiterbefragung, Stimmungsbefragerung anzugehen und werden, ja ich sage mal auch dieses Jahr da noch starten.

00:11:56: Das ist gerade noch in der Projektphase und das dann auch etablierend zukünftig.

00:12:00: also aus dem wie wir das Leitbild erstellt haben, haben sich viele Sachen ergeben und verstetigen sich jetzt auch die Sachen weil man gemerkt hat genauso ist es gut.

00:12:15: Ja, das ist immer schön zu hören natürlich auch für mich ganz persönlich im Nachgang von so einem Intensiven Prozess.

00:12:22: Da ist die Zukunft rot nicht nur in Form von HKS-III sondern auch von dem Herzblut was da reingeflossen ist von allen Beteiligten dass eben genau das auch weitergeht und auch auch weiter trägt man wie sie sagen eben auch weitere Initiativen orientiert als diesen Nordstern oder an diesem Nordsternen mit sich ausrichten.

00:12:44: Anspruchsvoller Sinn als gedacht, so diese Rolle habe ich mir aufgeschrieben.

00:12:49: Jetzt gucken wir mal wie wird der Vorstand das umsetzen?

00:12:52: Also eher die passive Haltung oder die Frage wann ist es denn jetzt eigentlich?

00:12:57: was machen dann wenn's fertig ist wenn wir da angekommen sind wenn sie an diese Punkte denken was waren auch vielleicht noch andere Widerstände die ihnen auf diesem Weg entstanden sind und wir haben sie lieber wunden

00:13:14: also ja wiederständig Vielleicht auch noch mal in dem Kontext zu sagen, wie kriegen wir jetzt, wobei das würde ich nicht so ganz als Widerstand bezeichnen.

00:13:23: Aber so als anspruchsvolle Aufgabe.

00:13:26: Wie kriege ich jetzt dieses Leitbild?

00:13:28: Was ist die ganze Sparkasse adressiert denn auf einzelne Bereiche und Gruppen runter gebrochen.

00:13:35: Und es ist auch noch ein Prozess, wo man jetzt gerade darin stecken.

00:13:38: Das war jeder Bereich für sich einen Bereichsteckbrief definiert hat Und natürlich der Bereichsteckbrief dann auch naturgemäß etwas operationaler sein sollte als das Leitbild an sich.

00:13:51: Das ist jetzt gerade sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich da die Bereiche rangehen also einmal wie partecipativ im Bereich das gemacht wird.

00:13:59: Dann gibt es Bereiche, ich sage mal Challengen ihre Bereichstekbriefe gegenseitig – das ist auch ein sehr spannender Prozess.

00:14:07: und ja, es ist schon so die Frage oder die Herausforderung, wie setzt man jetzt dieses Leitbild im operativen Tagesgeschäft einfach auch um?

00:14:19: Und dann gibt es Phasen wo das besser gelingt.

00:14:21: Dann gibt's Phasens wo einfach andere Themen mehr am Vordergrund steht und da gilt es so diese Ausgewogenheit letztendlich hin zu bekommen dass ist eben nicht in Vergessenheit gerät oder halt irgendwas hübsches ist was an der Wand hängt oder auf dem Schreibtisch oder im Regal steht Sondern wie arbeiten wir dran?

00:14:38: Auf der anderen Seite ist aber auch sehr, sehr spannend.

00:14:40: Wir hatten neulich mal eine Veranstaltung wo man da eine Folie gemacht haben im Layout des Leitbildes, aber nicht mit den Leitbildsetzen sondern mit den Themen die auf das Leitbil schon eingezahlt haben und ich fand es spannend weil ich selber die Folie am Anfang gar nicht so identifiziert habe und hab gedacht, dass ist die normale Leitbuildfolie.

00:15:02: und erst auf dem zweite Blick habe ich gesehen Menschen stehen ja ganz andere Sachen drauf Und dann haben wir einmal festgestellt, wie viel wir eigentlich auch schon gemacht haben wieder drauf einzahlen.

00:15:11: Weil es ist ja auch so man macht ja manchmal Dinge wo man das Leitbild gar nicht so im Kopf hat.

00:15:16: aber man macht natürlich was Gutes aus einem guten Gedanken heraus und das zählt ja alles irgendwie auf das Leidbild ein.

00:15:23: Aber jetzt das Transparenz machen zu sagen Wir haben ja auch schon viel geschafft, wir haben schon viel vom Leitbild umgesetzt oder haben ein Teil des Weges uns dahin schon begeben.

00:15:34: Das ist schon immer mal eine Herausforderung wo ich sage dann muss ich mich als Vorstand vielleicht immer einmal einen Schritt zurücknehmen und sie sagen Ja nicht immer nur was müssen wir noch tun sondern auch mal zu sagen Was haben wir denn schon alles gemacht?

00:15:46: Um auf der Basis dann halt ganz operativ zu sagen in jedem Bereich okay was müssen weh noch bei uns tun?

00:15:53: den nächsten Schritt dann auch zu machen und das dann auch zur Operationalisieren.

00:16:00: Ja, zum Messen klingt immer so negativ aber zum messen im Sinne von zu wissen wann haben wir denn den Schritt gemacht um dann der nächsten Schritt angehen zu können?

00:16:08: Ja in so einem Gefühl ist ja auch super schön zu sehen Wir haben schon einen großen Teil auch schon bewegt oder die Strecke die wir bewegt haben in den einzelnen Themenfällen dass du dir auch einfach mal gut innezuhalten um zu sehen wo stehen wir eigentlich gerade da?

00:16:23: Ja, absolut.

00:16:24: Und es fördert halt zu des Zusammenarbeit weil wenn man so ich kann mich an eine Veranstaltung Vorstandsfrühstück wo wir Mitarbeiter einladen einfach auch übers Leitbild zu diskutieren da hatte ich mal so ne Runde die dann gesagt haben ja also Wenn die anderen das von der Leitbildung machen würden dann wärmer schon einen Schritt weiter Auch zu sagen ja aber fang doch mal an was könnt denn ihr machen?

00:16:48: Und nicht immer erst, wenn die anderen oder der Vorstand oder die Regulatur ist.

00:16:53: Sondern sich immer wieder zu fokussieren und das ist so die Aufgabe über die Bereichsteckbriefe was können wir selber denn tun?

00:17:01: Natürlich muss man auch mal jemand anders sagen was er vielleicht tun sollt.

00:17:05: aber das muss ich dann auf eine A konstruktiv machen.

00:17:09: Aber ich sage mir der erste Schritt muss bei mir selbst sein und deswegen ist es glaube ich unheimlich wichtig So ein Leitbild was es ja für die Sparkasse gilt, dann wirklich zu übersetzen.

00:17:20: Für den eigenen Bereich.

00:17:22: und da gibt es einfach Bereislader, die machen das von sich aus.

00:17:27: Und manche brauchen da etwas mehr Leitplanke und Begleitung vielleicht auch manchmal ein bisschen mehr Druck um das zu machen.

00:17:34: aber ansonsten wird es nicht funktionieren und dann entsteht eine Gefahr dass wir dann so unterschiedliche Geschwindigkeiten im Haus hat Und durch unterschiedliche Geschwindigkeiten kann dann eben passieren, dass dann so das Gefüge auseinander fällt.

00:17:48: Das ist natürlich schon auch noch mal eine gewisse Herausforderung bei der Umsetzung des Leitbildes.

00:17:55: Weil diese ganzen zentralen Aspekte, die Sie da ansprechen, weil sie ja von Anfang an immer in dem Leitpultprozess... Es gibt ja unterschiedliche Leitblutprozesse, die auch Sparkassen machen.

00:18:05: hier war es immer Sowohl auf die einzelnen Personen fußend, also die Eigenverantwortung und das Einbringende einzeln beteiligten.

00:18:15: Und gleichzeitig eben auch strukturelle Themen, die angegangen wurden wo sie verschiedene Dinge neu organisiert haben.

00:18:21: anders organisiert habe also ganz bewusst eben die Arbeit am Menschen als auch an der Organisation selbst.

00:18:28: wie machen wir Dinge?

00:18:29: Wie haben wir Dinge organisiert?

00:18:30: Wir sind Kompetenz- und Steuerungssysteme etc.

00:18:33: All das wurde ja im Rahmen dieser Mitarbeiter die in Sand wurden aus den einzelnen Bereichen diskutiert und mitgestaltet.

00:18:40: Und diese Eigenfahrt, um die sie gesagt haben eben da bei sich zu beginnen und zu sagen was ist denn das was ich tun kann?

00:18:46: Was der Meinweiltrag.

00:18:50: Jetzt haben wir vorgesagt die Zukunft is rot!

00:18:51: Wir sind die Hausbank für die Region und Sie haben auch in Ihren Ausführungen vorgesackt dass eben viele Maßnahmen und Themen die sie jetzt schon bewegt haben sich immer den einzelne Feldern zuordnen lassen.

00:19:04: Da haben die aufmerksamen Zuhörerinnen sich bestimmt gedacht, was sind denn noch für Felder drin?

00:19:09: und es gibt noch weitere.

00:19:11: Zum Beispiel so etwas wie wir können ist einfach, das auch ein so starker Satz ist weil er in beide Richtungen wirkt.

00:19:17: In dem Sinne also wo es um prozessuale Dinge geht Sie haben einen Passus dann zum Arbeitgeber Attraktivität hinsichtlich der Marktführerschaft in der Region aber auch das Engagement für die Region.

00:19:29: Also wir übernehmen Verantwortung für die region Und aus diesen einzelnen Themen wurden ja dann auch verschiedene Handlungsfelder definiert.

00:19:38: Was waren denn für Sie so Handlungsfelder, wo Sie sagen die haben richtig schnell gezündet?

00:19:42: Wo auch sie vielleicht relativ schnell auch weitergekommen sind und was waren vielleicht welche, wo es schwieriger war als gedacht sich diesen Thema zu nähern.

00:19:54: Es war eher einfacher oder schneller in den Handlungs Feldern, wo man so ein bisschen unser Selbstverständnis geklärt haben, das Thema Hausbank für die Region oder auch was unser gesellschaftliches Engagement angeht.

00:20:10: Das war wichtig, das nochmal festzuschreiben dass das Teil des Leitbildes und damit der Geschäftspolitik ist.

00:20:21: Deswegen hat es auch schnell gezündet, dass wir das noch mal bestätigt haben einfach auch im Leitbild So die Naturgemäß, die Herausforderungen waren oder sind immer noch so die Themen wo so die vertriebliche Seite dann auch angesprochen ist.

00:20:39: Einfach wir haben ja einen Leitsatz drin für jede Kundengruppe eine entsprechende Strategie und ein Vertriebskonzept zu haben.

00:20:47: das sind wir natürlich noch dabei diese Konzepte teilweise zu schärfen, teilweise auch zu erstellen.

00:20:54: Und auf der anderen Seite die prozessualen Themen, die beschäftigen uns natürlich auch.

00:20:58: Da haben Sie jetzt einen Leitsatz gerade angesprochen, der für mich ein Stück weit überraschend extrem schnell im Haus präsent war – das war wir können es einfach!

00:21:11: Und Sie haben es angesprochen, wir haben den Leitsatz ja ganz bewusst mit einem Bindestrich formuliert.

00:21:15: Das kann man jetzt leider Gottes bei der Podcast nicht so richtig zeigen.

00:21:19: aber wir haben dem Leitsatzer formuliert Wir können S-Bindestrich einfach und das haben wir ganz bewusst so gemacht.

00:21:25: Zum einen wollten wir auch hier wieder selbstverständlich schärfen, wir können es einfach!

00:21:29: Wir sind eine gute Sparkasse.

00:21:32: Wir wollten aber auch ein Ziel vorgeben indem wir sagen wir können Es einfach Das ist schon eine Herausforderung, das wird auch am meisten diskutiert.

00:21:43: Was heißt denn einfach?

00:21:45: Das wird dann oft mal so diskutiert.

00:21:47: ja also wenn wir keine Regulatorik hätten oder wenn die Revision weniger prüfen würde oder wenn in anderen Bereichen endlich mal das so machen würde wie ich schon lange sage.

00:21:58: aber es hilft uns dann auf der anderen Seite doch immer wieder zu schärfen und sagen ja wir müssen jeden Tag an unseren Prozessen arbeiten.

00:22:05: Wir müssen immer gucken, wo können wir denn einfacher werden?

00:22:08: Wir müssen gucken, erfüllen wir die Regulatorik zu hundert Prozent nicht zu hundzwanzig oder zu hunderdfünfzig Prozent?

00:22:15: was kann uns im Bereich der Digitalisierung noch helfen einfacher zu werden.

00:22:20: Wo können wir selbst auferlegten Ballast einfach abwerfen?

00:22:24: und das ist ein ganz spannender Prozess.

00:22:26: Der wird sicherlich auch am längsten noch dauern.

00:22:29: vielleicht Hörte auch nie auf, weil ja immer wieder Dinge kommen und sich verändern.

00:22:34: Aber neben der Zukunft ist rot also dieses Thema.

00:22:38: wir können es einfach doch zu den meisten Diskussionen und Fragezeichen geführt Und wir müssen immer wieder hochhalten diese Zweiteutigkeit die wir in diesem Leitsatz eigentlich mit verbunden haben.

00:22:50: Wir müssen immer sagen aber da steht auch noch ein Bindestrich drin.

00:22:53: Wir können es Einfach Aber lasst uns auch gucken dass wir es einfach alles hinbekommen Und das ist schon so, was auch ja meisten Freude macht.

00:23:04: Aber auch am meisten Arbeit in Anführungszeichenarbeit von diesen ganzen Leidsetzen.

00:23:10: Ja und ich finde es so spannend weil das für mich auch so ein zentraler Satz ist der die perfekte Symbiose ist von dem was man in so einem Leitbild haben möchte.

00:23:17: Man möchte wir können natürlich nicht im Leitbild kann man nicht die Dinge festlegen oder die Komplexität die so eine Sparkasse umgibt und tagtäglich was sie alles bewegen an jedem Arbeitsplatz.

00:23:28: Das kann man nicht in den Leitbild packen.

00:23:30: Aber, man hat den Versuch eben Handlungsleiten der Dinge dort zu implementieren und jeder individuell kann sich ja fragen ist das was ich jetzt gerade mache?

00:23:40: Ist es eben einfach oder ist es eben nicht einfacher?

00:23:43: Man hat ja ein Gefühl darauf zu ob ich jetzt dem Kunden einfach mache, wenn's ein interner Prozess, ob er sich für mich einfacher anfühlt, wenn ich was beantrage oder irgendwie eine Abbrechnung mach etc... Und somit löst es eben dann diese beiden Komponenten aus, die sie gesagt haben.

00:23:58: A, die Eigenverantwortung.

00:23:59: wenn ich feststelle, das ist vielleicht jetzt nicht so einfach was wir hier machen?

00:24:03: Was tue ich damit?

00:24:05: Gehe ich dann mit meinen Kollegen austauschen und zu überlegen können wir es vielleicht einfacher machen für wen auch immer?

00:24:11: gehe ich in den Dialog mit anderen Bereichen usw.

00:24:14: Und so wird dann eben aus dem Nordsterren ein tagtägliches Mantra sozusagen sagen was man dann eben im Betrieb letztendlich bringt und ich finde gerade bei dem Wir können mit diesem Bindestrich eben einfach da ein sehr schönes Beispiel genau dafür.

00:24:31: Es ist ja meistens so Herr Zeiler, hinter Essen immer schlauer wie vorher.

00:24:34: das ist also eine alte wirkliche Lebensweisheit die man sagen kann und die Zuhörerinnen und Zuhöerer freuen sich natürlich immer Menschen wie sie hier in dem Podcast zu treffen, die etwas bewegt und erlebt haben und vielleicht gerade noch am Anfang stehen sich überlegen wäre denn so ein Leitbildprozess für mich das Richtige?

00:24:55: Wie würde ich denn so ein Kulturprozess angehen?

00:24:57: Jetzt haben Sie das erlebt und sind mittendrin.

00:24:59: Haben viele, viele Erfahrungen mit gesammelt.

00:25:02: Was würden Sie denn zuhören, die vielleicht da gerade am Anfang stehen heute?

00:25:07: Vielleicht raten wenn sie eben an Beginn stehen worauf sollte man achten?

00:25:11: was würden Sie den Menschen da mitgeben?

00:25:17: Das wären für mich zwei Themen.

00:25:18: das eine ist ganz genau zu prüfen, was nicht ganz einfach ist.

00:25:22: Wo stehen wir denn in der Kultur und passt der Prozess so wie wir ihn jetzt davor denken?

00:25:30: Passt er zur Kultur, zur aktuellen Situation, zu einem Leitbild, zu einer Strategie die vielleicht veraltet ist?

00:25:39: schon im Haus?

00:25:41: passt die Person der externen Begleitung, wie wir jetzt mit ihnen ausgewählt haben.

00:25:47: Passt das einfach zum Haus?

00:25:49: Und also das gut zu überlegen wobei man kann ja nie in die Zukunft gucken.

00:25:54: Man weiß es dann auch nie ob das passt.

00:25:57: bei uns hat dann eben einfach die Begleitung von Ihnen die Form des Prozesses aber dann auch das Ergebnis ist glaube ich ganz gut gepasst, aber das muss man sich einfach gut überlegen.

00:26:10: Weil irgendwas aufzustülpen wird nicht funktionieren.

00:26:14: auch mit so einem Leitbild nie eine hundred-achtzig Grad Wendung in der Kultur hinbekommen.

00:26:20: ich habe ja immer ne Ausgangsbasis gerade in einem komplexen Prozess oder ein Komplexes System wie es eine Sparkasse ist Aber das einfach gut zu überlegen und gut abzustimmen.

00:26:32: Und das zweite ist Das würde vielleicht heute sogar noch intensiver machen.

00:26:39: Wie gehen wir dann in die Umsetzung?

00:26:42: Vielleicht schwierig, weil ich noch nicht weiß was dann in dem Leitbild drinsteht.

00:26:47: aber trotzdem da würde ich vielleicht noch früher und noch intensiver etwas mehr Gedanken dran verschwenden jetzt auch als wir gemacht haben.

00:26:55: Jetzt glaube ich nicht dass es bei uns gerade schlecht läuft aber wir hätten uns noch mehr.

00:26:59: Dann anschließend oder eigentlich vordenken können, ja was ist dann wenn das Leitbild da ist und wie wirkt es?

00:27:07: Und was brauchen wir denn dafür in der Umsetzung?

00:27:09: gar nicht inhaltlich weil ich das noch nicht kenne.

00:27:12: Aber da mussten wir dann dort... Erst mal so ein paar Rammbedingungen schaffen, im Projektmanagement nochmal etwas neu aufsetzen und wo man vielleicht auch so ein bisschen dann Zeit und Attraktivität und Aufmerksamkeit verloren haben.

00:27:26: Und das würde ich vielleicht ein bisschen vordenken.

00:27:30: Auf Basis jetzt des Rückblickes bei uns, wie gesagt nachhinein ist es immer leichter, das zu sagen aber das wenn sie die zwei Dinge also so etwas früher ans Nachher denken und etwas mehr an das Vorherdenken.

00:27:45: So würde ich es mal zusammenfassen.

00:27:47: Herrlich, was für wunderbare Schlussworte, Herr Zheiler!

00:27:51: Danke, dass Sie da auch den Menschen so einen tiefen Einblick in das, was Sie bewegen gegeben haben – und ein Einblick auf Ihre Sparkasse Freiburg im nördlichen Breisgau?

00:28:04: erlebt haben und ich bin mir sicher das wird viele inspirieren.

00:28:08: Und darüber neu nachzudenken, auch diejenigen die bereits sich schon auf dem Weg gemacht haben bestärken dass sie nicht alleine sind sondern eben Menschen wie Sie gibt es gemeinsam mit den Menschen die sie vereinen in ihrer Sparkasse ebenso sich für die rote Zukunft sozusagen einsetzen.

00:28:28: von dem her erst mal vielen Dank für die tollen Einblicke.

00:28:31: Sehr gerne!

00:28:42: Ja, ich glaube da war einiges für dich mit dabei.

00:28:44: Ich finde es immer schön mit Menschen wie Daniel Zeiler hier in diesem Podcast sprechen zu können.

00:28:49: auch natürlich bin ich freudig dass du schon so eine lange treue Hörerin oder höherer vielleicht bist.

00:28:57: Es ist halt.

00:28:57: mittlerweile über fünf Jahren betreibe ich diesen Podcast und immer wieder freue mich wenn eben Menschen mit Daniel Zeilern den Weg hier im Podcast finden um diese Erkenntnisse und das was die Menschen bei Veränderungsprozessen erlebt haben Sehr gut geklappt, was wie gut geklapt hat.

00:29:14: Einfach daraus lernen zu ziehen für die Menschen diesen Podcast hören.

00:29:17: dafür danke ich dir sehr und hoffe dass für dich da einiges mit dabei war Und ich freue mich wenn diesen podcast weiter empfiehlt und abonniert und dann hören wir uns in zwei wochen wieder auf diesem kanal.

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